Sydney

04.-11.09.2013, Sydney, Australien
Auf unserem Weg nach Afrika machen wir Station in Sydney. Lutz war vor 20 Jahren bereits hier – und damals schon angetan von der entspannt-freundlichen Metropole. Gemeinsam möchten wir nun gerne mehr entdecken. Auf Empfehlung beziehen wir im ehemals verrufenen Viertel „Kings Cross“ Quartier. Stripclubs und Straßenprostitution sind auf dem Rückzug – kleine In-Restaurants, Cafés, Bars und Designgeschäfte bestimmen die Szenerie.

Kings Cross
Auf den Straßen herrscht striktes Alkohol-Verbot – unerwünschte „Kunden“ sollen so ferngehalten werden. Für die Gentrifizierung des Viertels ist dies sicherlich förderlich. In den Bars und Discotheken wird dafür umso mehr Alkohol (teuer) umgesetzt – Kings Cross ist Sydneys Ausgehviertel Nr. 1. Wir nehmen am zweiten Abend an einer „Pub Crawl“ teil. Innerhalb von 4 Stunden wird unsere Gruppe durch 5 verschiedene Kneipen und Clubs geführt bzw. fast schon getrieben. Kurios dabei: unsere beiden Guides haben das Konzept aus Berlin importiert. Der Abend ist ausgelassen, wir lernen schnell einige Leute kennen, sowohl Reisende als auch ein paar Sydneysider. Interessant: auch als „best-ager“ benötigen wir für den Einlass unseren Reisepass – es herrscht in Discotheken staatlich vorgeschriebene Ausweispflicht!

In der Nähe unseres Hostels finden wir eine „German Bakery“: bei „Lüneburger“ gibt es aus Deutschland importiertes Brot – dort eingefroren und in Sydney aufgebacken. Wir sind richtig glücklich darüber, das wir unseren Entzug an knusprigem Mehrkornbrötchen für kurze Zeit unterbrechen können.

B & B: Besichtigen & Besorgen
Wir besuchen das hervorragende „Sealife“ Aquarium. Spezialitäten sind hier Haie, Rochen und Seepferdchen – neben den anderen Meeres- und Seebewohnern Australiens. Das Hauptbecken ist größer als das Düsseldorfer Rheinbad. Unter dicken Glasröhren laufen wir durch die Unterwasserwelt – und sind nur Zentimeter von „Bullsharks“ und „Great White Sharks“ entfernt. Wir können die mehrreihigen Zähne der Haie zählen. Auch unsere alten Fidschi-Bekanntschaften (Riff-Hai und Manta-Rochen) treffen wir hier wieder.

Die Gastronomie-Preise in Australien sind (g)astronomisch hoch. Da wir mangels Zeit keine Kängurus in freier Wildbahn sehen können, wollen wir zumindest Känguru-Fleisch probieren. Wir gönnen uns während unserer Sydney-Woche also einen Restaurant-Besuch. Im Touristen-Mekka „Darling Harbor“ kommen wir auf unsere Kosten – und bekommen praktischerweise noch das (gewaltige) samstägliche Feuerwerk mit, das hier wöchentlich stattfindet. Australien ist auch ein beliebtes Ziel für asiatische Touristen: wir hatten das Gefühl das 50% der Besucher in Darling Harbor aus China oder Korea stammen.

Da wir in Afrika in Malaria-Gebiete reisen wollen, besorgen wir uns in Sydney Malaria-Prophylaxe für 2 Monate. Wir klappern einige Apotheken ab, recherchieren im Internet – landen dann bei ca. 600€ für 15 Packungen Malarone. Gut das wir uns schon im Voraus schlau gemacht haben – und diese Größenordnung im Budget „berücksichtigt“ haben.

Ferienjob in Australien? Working Holiday Visa!
Wir treffen in Sydney auf Massen von deutschen Rucksacktouristen: im Hostel fühlen wir uns fast schon wie in einer deutschen Jugendherberge. Ein großer Teil der Rucksackreisenden bleibt für bis zu einem Jahr in Australien. Das Land ist groß, um es näher kennenzulernen benötigt man einige Monate. Das Geld für die Reise verdient man sich vor Ort – ganz offiziell mit einem „Working Holiday Visa“. Dieses Arbeitsvisum können unter 30-jährige aus vielen Ländern (z.B. Großbritannien, Deutschland, Chile) für max. 1 Jahr relativ einfach bekommen.

Die Australische Land- und Bauwirtschaft scheint sich hierüber zu freuen – die meisten Backpacker (denen wir begegnen) arbeiten als Erntehelfer oder „helping hand“ auf der Baustelle. Die Löhne sind für studentische Verhältnisse durchaus vorzeigbar (z.B. umgerechnet 14€/Stunde für Arbeit auf dem Bauernhof oder für Renovierungsarbeiten – steuerfrei!). Die Lebenshaltungskosten sind in Australien jedoch sehr hoch – aufgrund des Bergbau-Booms (ausgelöst durch die chinesische Wirtschaft) sind Löhne und Preise in den letzten Jahren enorm gestiegen. Das verdiente Geld ist also auch schnell durch lebensnotwendiges (Unterkunft, Essen) aufgebraucht. So gehört das Hostel Jolly Swagman zu einem der teuersten unserer bisherigen Reise – allerdings auch zu einem der Besten!

Einige Male kommen Handwerker mit Job-Angeboten direkt zum Hostel um Backpacker anzuwerben – teilweise auch auf „Bauernfang“, wir hörten mehrmals von Dumpinglohn-Angeboten um (unbedarfte) Neuankömmlinge „über den Tisch zu ziehen“.

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3 Responses to Sydney

  1. andreas und liz sagt:

    Danke für die Postkarte.

    Euren Blog lesen wir immer wieder und freuen uns über eure Erlebnisse.

    Viele liebe Gruesze aus der Heimat

    Liz und Andreas

  2. Klaus sagt:

    Hey,
    Work & Travel scheint echt das große Ding für junge Menschen in DownUnder zu sein. Meine Patenjunge hat sich 8 Monate mit Work & Travel durchgeschlagen und sich mit dem Verkauf von Stromlieferverträgen (eines chinesischen Unternehmens) und der Arbeit in einer Muffinfabrik über Wasser gehalten… Das lief so gut, dass er sogar $ zurück nach Hause gebracht hat….

    LG K

  3. Joe sagt:

    Herr Lutz,

    Very nice to read your blog!! Thank you for mentioning the Jolly Swagman Backpackers and for your nice review on Hostelworld.

    Hope you have a great time on the rest of your travels!!

    I will check back from time to time to see what you have been doing!!

    Cheers

    Joe

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